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Gedanken zum Siegerland

Inhaltsverzeichnis

 1. Die Charlottenhütte

 2. Das Industriedenkmal in Niederschelderhütte

 3. Bilder aus der Praxis im Stahlwerk

 4. Kunstschaffende unserer Gemeinde stellten aus

 5. Haus Nassauer in Niederschelden

 6. Bergmannsgruppe in Brachbach

 7. Gleisbruch auf der Strecke Betzdorf-Siegen

 8. Klima in den letzten 2000 Jahren

 9. CD als Vogelscheuche

10. Im Taktvorschub erstellte Stahlbrücke

11. Friedhöfe

12. Krupp Silbermedaille

13. Die sichere Leiter bei der Obsternte

14. Schöne Hausfassaden mit Schiefer

15. Der Hahnenkamm

16. Eiserne Geschenke

17. Heimat und Verschönerungsgruppe Niederschelden

18. Schieferstollen "WILHELMSLUST"

19. Die Haubergswirtschaft im Siegerland

20. Mit Sukkulenten die Steine zum Blühen bringen

21. Klimaveränderung zwischen dem Jauhr 900 und heute

22.          Maulwurfjäger
      Erbodenschutz gegen Nager

23. Kalkschulter heilen ohne OP

24. Tomaten ausgeizen und für neue Pflanzen verwenden

1. Die Charlottenhütte


1864 wurde in Niederschelden / Niederschelderhütte ein Hüttenwerk errichtet, die Charlottenhütte. Im Laufe der Zeit waren Hochöfen von 1864 bis 1966, ein Stahlwerk mit Siemens-Martin-Öfen von 1898 bis 1981, ein Ringwalzwerk von 1898 bis 1951, ein Hammerwerk von 1898 bis 1952, ein Grobblechwalzwerk von 1903 bis 1942 und ein Platinenwalzwerk von 1952 bis 1966 für die Blecherzeugung in Betrieb. Im Stahlwerk waren am Ende zwei Siemens-Martin-Öfen mit je 300 t Abstichgewicht, die in drei Pfannen abgestochen werden mussten. Der Hallenkran hatte nur eine Tragkraft von 135 t.

Der Bau der großen Breitbandstraßen im Ruhrgebiet hat die meisten Blechwalzwerke schließen lassen und somit bedeutete es auch das Aus des Platinenwalzwerkes. Ein Überleben des Walzwerkes brachte der Umbau zur Halbzeugstraße in 1966. Jetzt wurden hier anstatt Platinen, Halbzeug aus 3.6 t schweren Rohblöcke gewalzt in den Abmessungen 50 bis 250 mm vierkant, welches das Vormaterial für die Gesenkschmieden und Feinstraßen war. Dieser Walzwerkumbau machte jetzt auch eine Adjustage erforderlich, die 1966 in den Mudersbacherwiesen errichtet wurde.

Das Personal wurde zum großen Teil von der Hochofenmannschaft des gerade stillgelegten Hochofens übernommen. Die Halle wurde ursprünglich für eine Monatsproduktion von 8000 bis 10 000 t errichtet in den Maßen 20 X 200 m.

Verschiedene Maßnahmen führten zur Erhöhung des Durchsatz auf 30 000 t im Monat bei einer 18schichtigen Fahrweise und einer Belegschaftsstärke von 240 Personen.

In dieser Adjustage war ich als Betriebsleiter tätig. Die Tätigkeiten einer Adjustage waren die, dass das gewalzte Halbzeug bis zu 10 m Länge erst einmal über eine Richtmaschine laufen musste, um die Stäbe bearbeitbar zu machen. Nach dem Warmwalzen und Abkühlen, war das Walzgut mit einer Zunderschicht behaftet, die eine Oberflächenbeurteilung auf Fehler nicht zuließ und mittels Entzunderungsanlage entfernt werden musste.

Nach diesem Arbeitsgang wurde das Halbzeug Bundweise auf Sortiertische abgelegt. An jedem Sortiertisch arbeiteten zwei Personen, welche die Stäbe vereinzelten und mit Winkelschleifer, die Oberflächenfehler beseitigten

Die Oberflächenrisse waren aber sehr schwer zu erkennen und man mußte die Oberfläche quer anschleifen, um den Riss sichtbar zu machen.

Unser Technischer Werksleiter, Herr Dr.-Ing. Harald Schäfer war ein großer Optimist und förderte jeden guten Gedanken, der zur Produktionssteigerung führen könnte.

So besichtigte er in England ein Prototyp einer Oberflächenprüfanlage, die von Elkem a/s Engeneering Division Norwegen vorgestellt wurde, aber nicht funktionierte.

Er sagte zu ihnen:"Bauen Sie die Anlage ab und kommen nach Niederschelden, wir bringen sie zum Laufen".

So kam es dann auch. Die Versuchsanlage wurde hier produktionstauglich gemacht und es kam zur Bestellung einer kompletten Oberflächenprüfanlage.

Das Prinzip der Anlage ist folgende: Die Prüflinge durchlaufen eine Hochfrequenzspule. Die Oberfläche der Prüflinge wird aufgeheizt mit einer Leistung von 500 W/cm Umfang. Da wo ein Riss ist, fließt der Strom dem Riss entlang nach unten und wieder nach oben. Ist der Riss z.B.10 mm tief würde bedeuten, dass an dieser Stelle 1000 Watt, die Stelle stark aufheizen würde.

Jetzt kamen hier Infrarotkameras ( im Bild oben rechts zu erkennen) aus der Raumfahrt zum Einsatz, die eine Temperaturdifferenz von nur 0,15°C erkennen. Zum Prüfen von Vierkantmaterial waren vier Kameras erforderlich.

Die Kamera muss den Prüfling im Raum erkennen. Das hat man derart gelöst, indem man hinter den Prüfling eine auf 70°C vorgeheizte Platte (im Bild oben links zu erkennen)  installiert hatte. Die Kamera misst  die 70°C heiße Hintergrundplatte und jetzt läuft der Prüfling mit Raumtemperatur davor und wird somit im Raum erkannt.

Auf dem Monitor sieht man eine Gerade bei 70 °C, fällt ab auf Prüflingstemperatur und steigt beim Verlassen der Prüfstrecke wieder auf die 70°C Gerade. Wenn jetzt auf der Prüfstrecke ein Riss ist, wird es durch die örtliche Erwärmung wieder einen Ausschlag nach oben geben. Diese Ausschläge steuern die nachgeschalteten  Spritzpistolen an und können so den Riss lagegerecht markieren.

Jetzt waren wir in der Lage, fehlerhafte Stäbe auszusortieren und die Fehlerfreien konnten auf einer Stapelanlage direkt gepackt werden.

Weil das die erste und einzige Prüfanlage in der Welt war, interessierten sich viele Walzwerker in der Welt und kamen nach Niederschelden, um die Anlage zu begutachten.

1968 gehörte die Charlottenhütte noch zu den Hüttenwerke Siegerland AG und wechselte 1969 zu den Stahlwerke Südwestfalen AG, die ihren Sitz in Siegen-Geisweid hatten. Auch das hat sich wieder geändert, durch die Übernahme der Kruppstahl AG.

Der Bau einer Stranggießanlage in Geisweid hatte natürlich zur Folge, dass jetzt im Unternehmen ein Walzwerk zu viel war und das Walzwerk war natürlich in Niederschelden.

Am 27.6.1980 wurde das Walzwerk geschlossen und die Adjustage 1986 nach Geisweid verlagert.


2. Das Industriedenkmal in Niederschelderhütte


Ehemalige Stahlwerker haben sich am Stammtisch überlegt, wie man nachhaltig der Charlottenhütte erinnern könnte. Es fiel ihnen eine Restgespannplatte ein, wie sie im Stahlwerk regelmäßig zum Einsatz kam. Eine normale Gespannplatte war mit 8 Kokillen bestückt, die nach dem Guss immer voll gefüllt sein mussten. Zum Schluss wurden Restgespanne gestellt, die den Rest der Gießpfanne aufnahmen. Die Stadt Siegen konnte keinen geeigneten Aufstellungsort benennen, so dass die Gemeinde Mudersbach den Ort gegenüber des Hüttenplatzes zur Verfügung stellte. Auf dem Hüttenplatz stand auch früher die "Alte Schelder Hütte" von 1260 bis 1927.

Nach einjähriger Planungs- und Fertigungszeit konnte das Industriedenkmal am 12.9.1987 eingeweiht werden.


Ein paar Bilder aus der Praxis im Stahlwerk


Hier sehen Sie das Fertigstellen einer Gespannplatte. In der Mitte der Platte kommt der Gießtrichter zu stehen und von der Mitte nach außen führen mit Schamotterohre vermauerte Kanäle zu den 8 Kokillen. Der Einguss erfolgt über den Gießtrichter und steigt dann in den Kokillen von unten nach oben. Auf die Kokille wird eine Haube aufgesetzt, in der sich die aufsteigenden Verunreinigungen absetzen konnten.



Der Abstich. Es wird gerade in die 100 t fassende Gießpfanne abgestochen.


Nach dem Abstich werden Legierungsstoffe und Abdeckmittel von oben in die Pfanne geworfen. Der Funkenregen ist immer schön anzusehen.


Die Gießpfanne wurde jetzt mit dem Gießkran über den Gießtrichter  gefahren. Der 1.Gießer öffnet die Pfanne über eine Stopfenstange, die später durch einen hydraulischen Pfannenschieber ersetzt wurde.


Blick in die Gießgrube beim Vergießen. Links sieht man die Kokillen mit dem erhöhten Gießtrichter.


Die Blöcke liegen jetzt im Walzwerk am Einsatz vor dem Stoßofen.


3. Kunstschaffende unserer Gemeinde stellten aus

17 Kunstschaffende der VHS Mudersbach zeigten ihr Können. Ein paar Beispiele sollen es verdeutlichen.


                                Sonnenblumen


                                 Bauernmalerei


                                  Phantasien


                                      Sehnsucht


Martin Jung, Kippen einer Roheisenpfanne, ausgeführt in Spachteltechnik


Martin Jung, 1. Schmelzer, auch in der Spachteltechnik


Otto Merten,  Skulpturen in verschiedenen Materialien


4. Das Haus Nassauer in Niederschelden


Das in 1889 erbaute Haus "Nassauer"war schon wegen der Verlegung der Straße, für den Abriss vorgesehen. Da der Abriss doch nicht notwendig wurde, hat der Hausbesitzer, Dachdeckermeister Herr Afflerbach, das Haus wieder in einen sehr schönen Zustand versetzt.





Zusammengestellt nach einer Idee von Horst Afflerbach und Martin Jung im Jahr 2002. Auch sie wollten mit ihren Exponaten an die alte Bergbau- und Hüttentradition erinnern.

Auf den Blöcken liegt eine Blockzange mit der, die bis 1200°C heißen Blöcken transportiert wurden.

Herr Martin Jung ist auch  der Initiator des Industriedenkmals. In seiner Freizeit hat er die Arbeitswelt und Industriegeschichte in Bildern festgehalten, die er in der Spachteltechnik ausführte.


6. Bergmannsgruppe in Brachbach


Bergmannsdenkmal "Auf dem Ort" aus "Grubenwanderweg
Brachbach

Der älteste Brachbacher Ortsteil "Auf dem Ort" ist der Kern
des alten Brachbach. Die ältesten Häuser, die hier stehen,
sind etwa 350 Jahre alt. An einem alten Haus sieht man ein
Balken mit einer Inschrift. Hier ist das Jahr 1868 zu erkennen.

Die alte Tratition des Bergmannsdorfes Brachbach wird durch
die Bergmannsgruppe symbolisiert. Der Brachbacher
Heimatkünstler Josef Christ hat dieses Bergmannsdenkmal
geschaffen und hier aufgestellt.

Er soll an die vielen Opfer und an das Leid erinnern, die der
Bergbau und besonders die Arbeit unter Tage im Laufe der
Jahrhunderte forderten.

Mit dem alten Bergmannsgruß "Glück - Auf" wünschten sich
die Bergleute gegenseitig, wohlbehalten wieder aus dem
Berg ans Tageslicht zu gelangen.


Josefsglück

Die Schiefergrube Josefsglück wurde 1903 bis 1925 und von
1945 bis 1948 betrieben. Dicke Blöcke des über die Grenzen
des Siegerlandes hinweg bekannten Hornschiefers wurden
aus dem Berg gesprengt und mit Eisenschubkarren durch
den engen Stollen zum Spalten gefahren.

Die Schieferspalter hatten ihren Arbeitsplatz in einer auf der
Halde stehenden Hütte, gleich gegenüber dem Stollenmund.

In den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges nutzten
viele Brachbacher Familien, zeitweise 100 Personen, die
Schiefergrube Josefsglück als Schutz vor den
Fliegerbomben.





7. Gleisbruch auf der Strecke Betzdorf - Siegen


In der Woche vor dem 17.11.2002 hörten wir, dass an dem Gleis Betzdorf-Siegen ein Schaden sein muss, weil jede Achse des Zuges starke klackende Geräusche erzeugten, ohne dass der Schaden behoben wurde. Am 17.11.2002 habe ich mir die Sache angesehen, um notfalls den Schaden zu melden. Ich hatte meine Videokamera dabei um Bilder zu machen, die ich zur Deutschen Bahn nach Betzdorf schicken wollte. Erst wie ich die Bilder am PC ausdrucken wollte, sah ich dass hier ein Laschenbruch vorlag.

Ich sah hier Gefahr in Verzug, so dass ich den Schaden sofort telefonisch nach Betzdorf gemeldet habe.

Die DB in Betzdorf hat sich nicht zuständig gefühlt und gab mir die Telefonnummer der zuständigen Stelle, die ich dann anrief. Zwei Stunden später waren schon zwei Bauarbeiter da, welche die Reparatur durchführten.

Sie wollten meine Adresse um diese weiterzugeben, weil es sehr wichtig gewesen wäre, dass dieser Schaden erkannt wurde. Nur habe ich von Seiten der DB bis zum heutigen Tag am 4.6.2003 keine Worte des Dankes erfahren.



Durch diese Reparatur wurde festgestellt, dass außer dem Bruch, ein längeres Schienenstück ausgewechselt werden musste, was dann zwei Tage später stattfand.



Vorbereitung der Thermitschweißung für die Schienenverbindung.





Das Thermitschweißen ist ein Schweißverfahren, bei dem die Wärmequelle, die Verbrennungswärme des Aluminiums ist, das in Pulverform - mit Eisenzunder gemischt - die Thermitmasse bildet, in den Topf eingefüllt und entzündet wird. Den erforderlichen Sauerstoff liefert das Eisenoxid, das dabei reduziert wird. Der flüssige, hochüberhitzte Stahl füllt die Schweißfuge aus und schmilzt die Kannten auf. Die Tonerdeschlacke setzt sich darüber ab.




Die Schweißung ist beendet und es bedarf nur noch des Beischleifens der Schweißnaht.




8. Klima der letzten 2000 Jahren

600 bis 200 v.Chr. Kaltperiode
200 v.Chr. bis 600 n.Chr. römische Warmperiode
Von 600 bis 900 Kaltperiode des frühen Mittelalters
900 bis 1300 Warmperiode des späten Mittelalters, um 1°C wärmer als heute. Wikinger besiedeln Grönland.
1300 bis 1850 Kaltperiode, Kleine Eiszeit. Die Wikinger geben ihre Siedlungen auf Grönland auf.
1850 bis heute Warmperiode. Beginn unserer Wetteraufzeichnungen.

Ist hier ein Muster erkennbar? Ja, ca. alle 400 Jahre ändert sich das Klima.

Die Deutschen II, eine Sendung des ZDF am 23.11.2010

In diesem Beitrag wurde berichtet, dass 1348 in ganz Deutschland eine große Überschwemmung gab, und der Rhein war so hoch, dass man mit einem Kahn über die Stadtmauer rudern konnte.
Es war eine große Hungersnot und der Beginn einer Kaltperiode, der kleinen Eiszeit. Wenn sich die Wetterverhältnisse, wie in dem Bericht "Der Klimaschwindel" von RTL berichtet alle 400 Jahre ändert, dann kann man annehmen, dass von 900 bis 1300 eine Warmphase, von 1300 bis 1700 die kleine Eiszeit und anschließend wieder die Warmphase folgte, die dann in 2100 zu Ende gehen könnte. Sollen dann die diesjährigen vielen Überschwemmungen in der Welt den Beginn der nächsten Kaltphase vorhersagen?
Heute wird doch das Wetter nur mit den Aufzeichnungen ab 1850 verglichen, das war doch der Beginn der Warmphase. Somit musste es in den letzten Jahren immer eine Erwärmung geben.

Auf 21. Klimaveränderungen zwischen dem Jahr 900 und heute gibt es weitere Details.

9. Die CD als Vogelscheuche




Die reifen roten Johannisbeeren werden gerne von den Amseln aufgesucht und früher hat man sie mit übergeworfenen Netzen daran gehindert. Für die Vögel war es nicht immer gut, weil sie sich in den Netzen verfangen konnten.

Die vielen nutzlosen CDs aus den Zeitschriften habe ich versuchsweise über den Sträuchern aufgehängt und seit dem lässt sich kein Vogel mehr sehen.

Zum Ende der Haupternte haben sie sich auch an diese CDs gewöhnt, aber die noch hängengebliebenen Trauben sind sowieso für die Vögel bestimmt.


10. Im Taktvorschub erstellte Stahlbrücke     15.8.2003

Die Anbindung der HTS von Siegen nach Kreuztal an die A-4 wird das Tal bei bei Elben mit einer Brücke aus Stahlkonstruktion in einer Höhe von 55 Meter und einer Länge von 432 Meter überspannen.










Es werden Brückenteile von 20 bis 35 Meter angeschweißt, die dann eine Länge haben müssen um über den nächsten  Brückenpfeiler zu kommen.

Zwei Hydraulikzylinder schieben die ganze Brücke mit einem Endgewicht von 28000 Tonnen, die auf Teflonkissen gleitet, durch das Festklemmen an Stahlseilen, zum nächsten Pfeiler. An den beiden Manometer wird der gleichmäßige Druck überwacht.


Die Verbindung der Stahlkonstruktion zur Fahrbahn aus Schalbeton übernehmen die vielen Stifte, die man rechts oben erkennen kann.


Vorgefertigte Teile für die weitere Verlängerung.


An diesem Gegenlager sind die Zugseile befestigt, um die Schiebekräfte aufzunehmen.


Die nächste zu überbrückende Länge muss mehr als 80 Meter haben und wird auf diesem Platz zusammengeschweißt.


Die seitlichen Kräfte beim Schieben auf den Brückenpfeiler werden durch die Teflonkissen so niedrig gehalten, dass der Brückenpfeiler während des Schiebevorgangs keine 3 cm von der Senkrechten abweicht und wird ständig überwacht.


Dem Personal sei recht herzlich gedankt, die es mir ermöglicht hatten, diese Informationen weitergeben zu können.


11. Friedhof  in

Friedhöfe haben eine gewisse Faszination

Braunfels, Hessen




Die Urnen haben in einer Mauer Platz gefunden und die Anordnung macht sich im Eingangsbereich des Friedhofs sehr gut.


New Braunfels, Texas


Auf dem großen Friedhof "Comal Semetery von 1910" sah ich diese Gräber,  die in Beton eingelegte Muscheln als Grababdeckung hatten.



Auf dem gegenüberliegenden katholischen Friedhof gibt es keine Grabsteine sondern nur Bronzeplatten. Der ganze Friedhof war ein  Blumenmeer, aber nur künstliche Blumen, die bei der großen Hitze nicht verwelken können.


Die Vase in der Mitte der Bronzeplatte lässt sich umgedreht in der Platte versenken. Es wird bekannt gegeben, dass der Friedhof gemäht werden muss, so werden von den Angehörigen die Blumen entfernt und die Vase in der Platte versenkt. Jetzt wird mit einem großen Rasenmäher die Wiese gemäht.


Neben dem katholischen, ist der mexikanische  Friedhof.


Puerto de la Cruz, Teneriffa


In Puerto de la Cruz ist der Friedhof mit einer hohen Mauer umgeben und es war gut, dass wir uns den Friedhof näher angesehen hatten. In dieser Mauer werden die Toten in vier Reihen übereinander zur letzten Ruhe bestattet.

Es war Tag vor Allerheiligen und die Angehörigen waren damit beschäftigt, die Gräber für den Feiertag zu schmücken.

Das war eine Blumenpracht mit den vielen Strilitzien, die hier Verwendung fanden.







Messonghi, Korfu, Griechenland






Hafnir auf Island





Neugestalteter Friedhof in Mudersbach-Birken


















Vom Friedhof hat man einen schönen Blick auf Mudersbach im Hintergrund



Wetzlar

  Ernst Leitz



Auf dem neuen Friedhof kann man ein geschnitztes Grabmal sehen.





  Hier wurden die Urnen beigesetzt





12 Krupp Silbermedaille


Wie von dem Historischen Archiv Krupp zur erfahren, war der Anlass für die Prägung dieser ovalen Silbermedaille, die Hundertjahrfeier der Firma Krupp und die Feier des 100. Geburtstages von Alfred Krupp, dem Sohn des Firmengründers, im Jahre 1912. Damals erhielt jeder Mitarbeiter, der am 8. August 1912 mindestens 1 Jahr dem Unternehmen angehört hatte, eine solche Medaille als Jubiläumsgabe.

Im Jahre 1911 waren ca. 68300 Menschen, unteranderen mein Großvater, bei der Firma Krupp beschäftigt.

Die Medaille aus 990 Teilen Silber zeigt auf der vorderseite das Porträt von Alfred Krupp sowie seinen Geburtstag und auf der Rückseite einen Schmied mit Hammer und Schwert sowie den Namen des Unternehmens und die Jahreszahlen 1812 und 1912.


13. Die sichere Leiter bei der Obsternte

Gerade bei der Obsternte passieren oft schwere Unfälle, dass Leitern an Ästen abrutschen oder Äste brechen. So habe ich mir überlegt, die Leiter mit einem langen Seil abzusichern.


Die Leiter ist jetzt an einem dünnen Ast angelehnt und man kann die ganz außen hängenden Früchte ernten.


Zur Demonstration habe ich die Leiter auf der Wiese freistehend aufgestellt. Das lange Seil habe ich in der Mitte am Leiterende befestigt und die beiden Enden an sichere Befestigungspunkte, wie Zaunpfahl, Baum oder eine Eisenstange, die in die Wiese eingeschlagen wurde, festgemacht.




Das Seil ganz am Erdboden anbinden.


Jetzt stehe ich so sicher, wie auf einer Stehleiter.

In der Siegener Zeitung vom 17.9.2004 wurde folgender Artikel veröffentlicht:


Gute Idee:  Wer sicher mit seiner Leiter an die Äste von Obstbäumen gelangen will, ist gut beraten, wenn er den Einfall von Willi Johannes nutzt. Der Mudersbacher hat ein Konzept ausgetüftelt, das es einer Leiter nahezu unmöglich macht umzufallen: An der Spitze der Leiter wird mit zwei fachgerechten Seemanns-Knoten ein Seil befestigt, dessen Enden z.B. um einen Baum oder einen Zaunpfahl geschlungen werden.

Dann lässt sich die Leiter aufstellen, ohne dass sie angelehnt werden muss - das Seil allein hält die Sprossentreppe. "Gerade bei der Obsternte geschehen oft Unfälle", meint der 70-Jährige, "wenn man seine Leiter zum Beispiel an die morschen Äste eines Kirschbaums lehnt. Das muss aber nicht sein." Also hat der ehemalige Maschinenbau-Ingenieur nachgedacht und eine billige und einfache, aber effektive Lösung gefunden.                                              damo


14. Die Hausfassaden mit Schiefer verschönern


Der Neffe von Herrn Heinrich Bals, der Dachdeckermeister Uwe Bals aus Mudersbach, hat diese schöne Arbeit  abgeliefert.






15.  Der Hahnenkamm



Wie schon unter Reiseberichte erwähnt, haben wir auf Korfu diese Pflanze gesehen, siehe Bild oben und uns hier in einer Samenhandlung nach Samen erkundigt.
Von "Garten u. Freizeit egesa" gab es den Samen "Zwerghahnenkamm Mischung"

Wie die nachfolgenden Bilder zeigen, welch eine Pracht uns das Jahr über erfreut hat:















16.  Eiserne Geschenke



Willi Daamen hat auch im Ruhestand keine Ruhe, so bekommen Bekannte bei einem runden Geburtstag ein passendes Geschenk aus Eisen.


Auch mit 70 Jahren freut sich der Jubilar in den Hauberg gehen zu können


Er stöbert am liebsten im Internet.


Sie sitzt noch vor einer Lenkradschonerschweißmaschine


Mit der Ruhe beim Angeln hat der Bruder es schon auf 80 Jahre gebracht


Zum 70. Geburtstag kommt dieses Geschenk gerade richtig


          Das nächste Geburtstagsgeschenk ist fertig

                                                                                                                                                                                                                                                  Den großen Augen entgeht nichts







Weitere Ideen konnten verwirklicht werden.









17.  Heimat- und Verschönerungsgruppe Niederschelden

Es lohnt einen Besuch im Museum der Heimat- und Verschönerungsgruppe Niederschelden.

Ausführlich habe ich unter http://willijohannes.blogspot.de/2008/05 berichtet.


Herr Gerhard Scholl wird Sie  bestens informieren  über frühere Berg- und Hüttenwerke im hiesigen Raum, sowie das Leben an der Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen  und Rheinland-Pfals in den Orten Niederschelden und Niederschelderhütte.

Mit Dia- und DVD-Vorträgen kann gezeigt werden, wie aus dem Eisenerz das Roheisen und aus dem Roheisen in Verbindung mit Schrott  der Stahl erschmolzen wurde.


Beeindruckende Bilder zeigen, wie die Mitarbeiter unter gewaltigem Funkenregen und großer Hitze, tätig waren.


18. Schieferstollen "WILHELMSLUST"
                        Mudersbach
                         Grube Ecke
 



Den Stollen hat der Dachdecker Gerhard Wingendorf, der 1813 in Oberstöcken (Friesenhagen) geboren wurde, ab 1856 betrieben.




Der Vorplatz wurde auch schön hergerichtet und soll helfen, die Erinnerungen an die großen Leistungen der heimischen Bergleute, wach zu halten.

Schiefer ein Produkt der Natur

Schiefer war in seinem Urzustand aufeinander gestülpter Tonschlamm, der vor 350 Millionen Jahren am Boden eines Meeres, dass sich über weite Teile Europas erstreckte, abgelagert wurde.

Durch Austrocknung des Schlammes und Druck der überlagernde Schichten entstand aus dem Tonschlamm das Tongestein.

Die ehemals horizontal abgelagerten Schichten wurden im Verlauf der Gebirgsbildung zum Rheinischen Schiefergebirge aufgefaltet.


Der Abbau von Schiefer lässt sich geschichtlich bis in das Mittelalter zurückverfolgen. In den ersten Jahren wurde der Schiefer im Tagebau gewonnen und ab 1850 ging man zum Untertagebau über.

Das Nebengestein wurde für Wegebau und Bruchsteinmauern verwendet.
Die Bergleute erschlossen mit Hand, nur mit Hammer und Meisel bewaffnet, den Stollen und förderten den wertvollen Schiefer zu Tage.

Der Sauerländische Gebirgsverein e.V. Abt. Siegtal-Mudersbach unter dem Vorsitz von Herrn Klaus Keil, hat den Stollen, der 1856 gehauen wurde , wieder begehbar gemacht.


Die Länge beträgt ca. 80 m mit zwei großen Abbauhallen.



Im Gang haben sich einige Stalagmiten gebildet. Die Temperatur im Stollen beträgt 8 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 %.



Das ist der Schiefer, der gebrochen und gespaltet werden muss.



Einen Teil des Meeresbodens ist jetzt Teil der Seitenwand der Abbauhalle.







Am 2.Mai 2008 wurde die vom Bürgerverein Mudersbach gestiftete Hl. Barbara eingeweiht.


Nach der Segnung durch Pastor Hoffmann sprach  Herr Bernhard Weber als Begmann ein Gebet der Bergleute zur  
hl. Barbara.

Sankt Barbara. Du edle Braut,
mein Leib und Seel sei Dir vertraut.
Sowohl im Leben wie im Tod,
komm mir zu Hilf in letzter Not.
Hilf mir, dass ich vor meinem End,
empfang das Heilige Sakrament.
Wenn sich die Seel vom Leibe trennt,
dann nimm sie auf in Deine Händ.
Bewahre sie vor Höllenpein
und führ sie in den Himmel ein. - Amen



Danach wurde das Lied "Glück auf der Steiger kommt..." gesungen.



Wieder am Tageslicht ließ man sich, in guter Gesellschaft, bergmännisch einen Schnaps und eine "Schmalzdong" (Schmalzbrot) gut schmecken.

Ab 2004 hat der SGV den Schieferstollen für Besichtigungen hergerichtet. Die Gänge und Abbauhallen sind beleuchtet. Beim Befahren der Anlage muss ein Helm, der zur Verfügung gestellt wird, getragen werden.
Informationstafel sind im Stollen und auf dem Außengelände aufgestellt.

Öffnungszeiten mit Führungen werden nach Rücksprache und in der Presse bekanntgegeben.

Auskunft:  Klaus Keil, 02745 788
    e-mail:  kh.keil@t-online.de

oder Bernhard Weber 0274541550



19. Die Haubergswirtschaft im Siegerland                                                        

Ursprungsgebiet der Haubergswirtschaft war das Siegerland, das etwa dem heutigen Kreis Siegen-Wittgenstein entspricht.
Hauberge sind typische Niederwaldkulturen, von denen jedes Jahr eine bestimmte Fläche abgeholzt ,,gehauen", wurde.
Im darauf folgenden Jahr wurde dieses Gebiet nach einer Getreideeinsaat dem natürlichen Wachstum überlassen, sodass sich der Wald wieder erholen konnte.

Hatten die Bäume meist Eichen, nach etwa 15 Jahren den Umfang eines Oberarmes erreicht, wurden die erneut abgeholzt.
Da die Hauberge recht umfangreich waren, wurde in jedem Jahr eine andere Fläche in dieser Form bearbeitet.
Generationen prägte diese Waldwirtschaft das Siegerländer Landschaftsbild bis in die heutige Zeit und stellte ein Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Industrie dar, wobei letztere das Holz in Form von Holzkohle in den Hütten zur Gewinnung von Eisen zu nutzen wusste. Darüber hinaus gewann man aus der Eichenrinde die für die Lederverarbeitung notwendige Gerblohe. 
Durch die Expansion der Eisenindustrie verbreitete sich im 19. Jahrhundert das Haubergswesen in die Nachbargebiete bis in den Kreis Altenkirchen und den Westerwaldkreis.
Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke vom Ruhrgebiet in das Siegerland und der Umstellung der Verhüttungsindustrie von Holz auf den billig importierten Koks schien sich ein Niedergang der Haubergswirtschaft abzuzeichnen. Zunächst konnten die Haubergsbauern dies durch vermehrte Produktion von Eichenlohe ausgleichen, aber, als Gerbstoffe chemisch hergestellt werden konnten, verlor die Haubergswirtschaft ihre Funktion als Rohstoffzulieferer für die Leder- und Eisenindustrie.
Eigentümer der gemeindeeigenen Areale waren Haubergsgenossenschaften, die jedes Jahr durch Losentscheid den Mitgliedern eine zu bearbeitende Fläche zusprachen , wobei strenge Regeln eine gerechte Zuteilung an alle gewährleisteten. Nach der Verlosung wurde ,,geräumt", d. hr., es wurden bis auf die Eichen alle Bäume herausgeschlagen.
Wenn im Mai der Saft in die Eichen schloss, schälte man die Rinde soweit ab, dass sie an der Luft trocknen und später abgebrochen und als Lohe an die Gerbereien geliefert werden konnte.
Anschließend wurde das Stammholz kurz über dem Boden abgeschlagen, um dem erhaltenen Wurzelstock einen neuen Austrieb zu ermöglichen. Äste wurden, zu Schanzen gebündelt, im Haus oder Backes verfeuert, Stämme in Meilern zu Holzkohle verkohlt.
War der Hauberg abgeräumt, wurde nach Verbrennen der Grasnarbe Roggen für den eigenen Verbrauch eingesät ; das Stroh verwendete man als Dacheindeckung . Später ging man dazu über, Vieh - zunächst Schafe, dann  Rinder und Schweine - zwischen den Eichenbäumen weiden zu lassen. Doch auch die Viehwirtschaft erwies sich als unrentabel und wurde schließlich aufgegeben.
Heute findet man vielerorts noch Hinweise im Siegerland, die Zeugen der Haubergsära darstellen. So gibt es die Haubergswirtschaft in der ursprünglichen Form heute nicht mehr.
Diese Art Landarbeit, die auch die letzte Möglichkeit der Bewirtschaftung nutzte und doch der Natur Zeit und Raum zur Erholung und Erneuerung  ließ, zeugt von außerordentlichem Fleiß und einem bemerkenswerten Nachhaltigkeitsdenken der Bewohner.
Die Haubergswirtschaft dürfte in Deutschland einmalig gewesen sein. In Fellinghausen besteht die Möglichkeit, in einem Freilichtmuseum einen historischen Hauberg zu besuchen, in dem noch viele Zeichen aus der alten Zeit erhalten geblieben sind. 

Auch im Bergbaumuseum Herdorf-Sassenroth kann man den alten Film "Der Eisenwald" sehen, der die Haubergs-wirtschft vortrefflich darstellt.



20. Mit Sukkulenten die Steine zum Blühen bringen

Verschiedene Sukkulenten im Vordergrund

Blühende Sukkulenten

Tuffsteine, sie wurden in Thüringen benutzt, um sie mit den Sukkulenten zu bepflanzen.

Verschiedene Sukkulenten im Vordergrund

Sukkulenten im Vordergrund und im Hintergrund ein bepflanzter Schlackeklumpen.



Schlackeklumpen (Hochofenschlacke) von der Sandhalde in Niederschelden kann man mit Sukkulenten bepflanzen, die man so als Steingartengewächs kennt.

Dieser Schlackeklumpen muß noch bepflanzt werden

21. Klimaveränderungen zwischen dem Jahr 900 und heute

900 bis 1300 das "Kleine Klimaoptimum" entsteht als Warmphase mit trockenen Sommern und milden Wintern, die Temperaturen liegen im frühen Mittelalter etwa um 1 °C über den heutigen.  
In Island wird Weizen angebaut und auf Grönland gibt es Viehzucht. Grönland ist tatsächlich grün, wird von Wikingern besiedelt und über 200 Jahre landwirtschaftlich genutzt. Die Mitteltemperatur ist um 0,5 °C höher als heute.  
Um das Jahr 1000 waren die Gletscher auf dem Dachstein abgeschmolzen und haben sich in der Kleinen Eiszeit wieder neu gebildet.  
Das mitteleuropäische Klima im zweiten Jahrtausend kann in drei Hauptabschnitte unterteilt werden. Zu Beginn des Millenniums herrscht zunächst eine vom Ende des ersten Jahrtausends her andauernde wärmere Phase, die oft als das "Mittelalterliche Optimum" bezeichnet wird (9. bis 12. Jahrhundert). Die Alpengletscher sind jedenfalls deutlich kleiner als heute.  
Nach der relativ warmen Periode setzt eine Klimawende ein: Die Temperaturen fallen deutlich und liegen etwa 1 bis 1,5 °C unter den heutigen. Die Gletscher rücken wieder in die Täler vor. Kalte Winter und nasse Sommer führen zu Missernten, Hungersnöten und eine Häufung von Sturmfluten und Überschwemmungen.  

Ab dem 13. Jahrhundert kommt es auf der Nordhalbkugel zu einer Abkühlung, die bereits zu einzelnen Gletschervorstößen führt. Zur vollen Entwicklung kommt die zweite Hauptphase des Millenniums, die "Kleine Eiszeit", mit dem markanten Temperatursturz in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Gleichzeitig ansteigende Sommerniederschläge lassen die Alpengletscher stark vorstoßen. Die Gletscherzungen erreichen dabei Gebiete, die seit dem Ende der letzten Eiszeit nicht mehr überschritten worden waren.  
Die "Kleine Eiszeit" lässt die Wikinger in Grönland die Kolonien aufgeben. Die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert andauernde Klimaänderung mit einem mittleren Temperaturrückgang von 1 °C haben massive Auswirkungen vor allem für die Menschen in den Alpen.  
Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert  haben sich die Temperaturen global um 0,3 bis 0,6 °C erhöht - in alpinen Regionen sogar um bis zu 1 °C.  
Nach 1850 kündigt ein erster Schub an Sommerwärme und -trockenheit das Ende der "Kleinen Eiszeit"  und den Übergang zum aktuellen Warmklima des 20. Jahrhunderts an. Die Gletscher gehen 20 bis 30 Jahre hindurch rasch zurück und lassen einen Saum von Endmoränen zurück, der ihren Maximalstand anzeigt.  
Zweimal meldet sich kurzzeitig die "Kleine Eiszeit" zurück - mit den strengen Wintern um 1890 und den kalten Sommern  der 1910er Jahre, bevor die Erwärmung des 20. Jahrhunderts voll einsetzt. Unterbrochen durch geringfügige Gletschervorstöße in den Jahren 1920 und 1980 ziehen sich seither die Gletscher stark zurück und bewegen sich in Richtung des Minnimalstandes zur Zeit des mittelalterlichen Klimaoptimums.     

Desweiteren wurde berichtet:
"Das "Mittelalterliche Klimaoptimum" bezeichnet die globale Warmphase zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert. Damals waren die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter viel größer als heutzutage. Das hatte folgende Ursachen: Die Zugbahnen der Zyklonen waren um 3-5 Breitengrade nördlicher als heute. Dadurch verringerte sich die Anzahl der Kaltlufteinbrüche in Mitteleuropa und die Niederschläge, die eine Begleiterscheinung der Zyklonen sind, verringerten sich ebenfalls. Das Azorenhoch griff im Sommer bis auf Deutschland über, was die Temperaturen in den Sommermonaten immens ansteigen ließ. Andererseits bestimmte das Russlandhoch, durch die nördlichere Lage der Westwinddrift, die Witterung in den Wintermonaten. Eisige Winter mit viel Schnee waren die Folge. Wie man aus den beiden Grafiken (oben) erkennen kann, waren die Temperaturen zu dieser Zeit höher und das Klima milder als heute. Das wiederum führte zu heute ungewöhnlichen Bildern in Europa: In Island konnte zu dieser Zeit Getreide angebaut werden und durch den Temperaturanstieg war der Ostgrönlandstrom eisfrei und ließ eine Besiedlung durch die Wikinger um 1000 zu. Der Name "Grönland" (Deutsch: Grünland, Englisch: Greenland) stammt ebenso aus dieser Zeit und beschreibt die grünen Wiesen, die auf Grönland gediehen. Das heißt Grönland war grün und eisfrei. Zum Vergleich ein Satellitenfoto aus heutiger Zeit: Quellen belegen, dass der Weinanbau zu dieser Zeit sogar in Schottland praktiziert wurde und Feigenbäume wuchsen bis in den Kölner Raum. Die Waldflächen gingen von 3/4 auf 1/5 der Fläche zurück und boten Platz für die Landwirtschaft. Die Menschen hatten genug zu Essen und die Bevölkerungszahl schwoll an. Es entstanden viele neue Städte und die herrliche Baukunst der Gotik versinnbildlichte das optimistische Lebensgefühl der Bevölkerung. Doch die positive Entwicklung wurde ab dem 14. Jahrhundert, mit Beginn der einsetzenden "Kleinen Eiszeit", jäh beendet: "Im Jahre des Herrn 1342, am zwölften Tage vor den Kalenden des August, das war am Sonntag vor Jacobi, schwoll der Main so stark an wie nie zuvor, dass er oberhalb der Stufen des Würzburger Doms und darüber hinaus die ersten steinernen Statuen umspülte. Die Brücke mit ihren Türmen, die Mauern und viele steinerne Häuser in Würzburg stürzten zusammen. In diesem Jahr gab es eine ähnliche Überschwemmung in ganz Deutschland und anderen Gebieten. Und dieses Haus wurde durch Meister Michael von Würzburg erbaut." Zitiert nach: Rüdiger Glaser, Klimageschichte Mitteleuropas, 2001; S. 200"



22.                    Maulwurfjäger
                 Erdbodenschutz gegen Nager
      Hält wülende Nager für immer von Ihrem Grund und Garten fern!

  

Das habe ich in meinem Garten noch nicht gesehen, dass an einem Tag, der Rasen so durchwühlt wurde





Meinen Maulwurfjager habe ich mit neuen Baterien bestückt und mitten in die Wiese gesetzt.
Die Maulwurfhaufen begradigt um zu sehen, ob die Tiere verschwunden sind.
Das sind sie, weil man seit Tagen keine neue Haufen mehr sehen kann.



Diese Maulwurfjäger gibt es auch in Solar-Ausführung, sind schwächer wie die Bateriebetriebenen, aber doch wirkungsvoll.

Den hohen Schnee habe ich nicht immer entfernt, so dass sie nicht aufgeladen und somit wirkungslos waren. In Zukunft werde ich darauf achten, dass sie immer frei von Schnee und nicht von Laub überdeckt werden.

Den ganzen Sommer hatte ich keine Maulwürfe im Garten gehabt.

Meine positive Beschreibung muss ich widerrufen !

Es ging zwei Wochen gut,  jetzt wühlen sie direkt neben dem Maulwurfjäger, obwohl sie alle 5 funktionieren und da weiß ich mir keinen Rat mehr, so versuche ich die rausgewühlte Erde wieder mit der Gießkanne in die Löcher reinzuschwemmen.


23. Kalkschulter heilen ohne OP

Im Januar 2007 hatte ich sehr starke Schmerzen in der rechten Schulter, die ein Orthopäde versuchte mit einer Stoßwellen-therapie zu heilen, welches aber keine Linderung der Schmerzen erbrachte. Im Februar hat er mich dann ins Krankenhaus überwiesen, wo ich dann am 24.5. 2007 operiert wurde. Es wurde mir erklärt, dass durch eine Kalkablagerung in der Schulter, die man durch Meißeln entfernt hatte, eine Sehne abgerissen sei, die dann wieder angenäht werden musste. 11 Tage Krankenhaus mit Ruhigstellung der Schulter von 6 Wochen mit einem Abduktionskissen. 7 Wochen später passierte das Gleiche mit der linken Schulter und der OP am 11.9. 2007.

                          
Im Krankenhaus sah man mehrer Patienten mit einem solchen Abduktionskissen.

Im März 2012 war ich bei einer Physiotherapeutin, der Frau Stefanie Schaumann in Behandlung wegen starker Schmerzen in der linken Hüftgelenkseite, die sich beim Einsteigen ins Auto bemerkbar machten. Das Einsteigen ging nur noch, wenn ich das Bein mit der Hand anhob. Auch hier konnte der Orthopäde nur mit einer Spritze helfen, die aber am nächsten Tag schon nicht mehr wirkte. Bei der Hüftbehandlung hat die Behandlung ( Becken und LWS ausrichten) den Erfolg gebracht,das Tapen hat weiter unterstützt, so bin ich bis heute (21.07.2012) schmerzfrei.
 

Zur gleichen Zeit hatte ich wieder starke Schmerzen in der linken Schulter, Verdacht auf eine Kalkschulter wie in 2007. Ohne Schmerzen konnte ich den Arm nicht mehr hochheben.  So versuchte die Physiotherapeutin mit der Chiro-Tape-Therapie erst in blau, dann in  rot, die Kalkschulter zu heilen. Beides führte nicht zu einem Erfolg.

Sie sagte mir, dass man mit Umschläge der eigenen Harnsäure den Kalk auflösen könnte. Das habe ich mir eine Woche lang überlegt und dann ausprobiert. Zweimal habe ich von Abends 21 Uhr bis zum nächsten Tag 21 Uhr, in Harnsäure eingetauchte Gaze auf die Schulter gelegt mit Plastikfolie abgedeckt und mit 15 cm breitem "Fixomull stretch" aus der Apotheke  rundum abgeklebt. Nach einem Tag spürte ich schon eine deutliche Linderung und es wurde nach den Umschlägen Tag für Tag besser, so dass ich bis heute meinen Arm wieder ganz normal bewegen kann. Heilungskosten, keine 5 Euro!

24. Tomaten ausgeizen und für neue Pflanzen verwenden

In North Carolina, USA habe ich gesehen, dass sie die
ausgebrochenen Tomatengeizen einfach im Garten in
die Erde stecken und so ihre Tomatenpflanzen vermehren.
Das habe ich letztes Jahr versucht und konnte noch
reichlich Tomaten ernten.

                                                              Im Bildvordergrund habe ich am 8 Juni 2014  5 Tomaten-geizen eingesteckt,  die auch alle angewachsen sind.



Bis zum 20.7.2014 sind die Geizen schon so hoch gewachsen
und es hängen schon viele kleine Tomaten dran



Bis heute zum 4.8.2014 sind die Tomaten ganz schön gewachsen und brauchen nur noch reif werden.

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